Immobilien: Deshalb lohnen sich Modernisierungen

Bei Bestandsimmobilien stellt sich den Eigentümern häufig die Frage, ob sich energetische Modernisierungen lohnen. Es gibt viele Befürworter, die auf die Vorteile von mehr Energieeinsparung und Wohnkomfort verweisen. Gegenwind bekommen Modernisierungen aufgrund der hohen Investitionskosten und auch die Wirtschaftlichkeit wird bemängelt. Lohnen sich denn nun energetische Modernisierungen?

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Energetische Modernisierung kann sich lohnen

Mit der richtigen Vorgehensweise kann eine energetische Modernisierung sicherlich lohnenswert sein: Auch wenn die Investitionen von vielen als zu hoch eingestuft werden, wird der Wert und die Nutzungsdauer der Immobilie deutlich erhöht. Zudem bleibt die Immobilie gegenüber potentiellen Käufern und Mietern marktfähig. „Empfehlenswert ist, zunächst den aktuellen Marktwert seiner Immobilie im Marktumfeld prüfen zu lassen. Für diese erste Indikation, in welcher Preiskategorie die Immobilie sich befindet, bieten sich auch Immobilienmakler mit entsprechender Qualifikation an“, meint Jochen Dörner, Geschäftsführer der Wüstenrot Immobilien. Die Wüstenrot Immobilien GmbH ermittelt jährlich Markwerte tausender Immobilien und beschäftigt sich dabei intensiv mit energetische Modernisierungen.

Eigentümergemeinschaften sowie Eigentümer sollten Ihre Immobilie in regelmäßigen Abständen durch Fachleute prüfen lassen. Wenn nur Teilmodernisierungen durchgeführt werden können, sollten diese gründlich über einen längeren Zeitraum geplant und Rücklagen gebildet werden. Nach jedem Modernisierungsschritt ist es empfehlenswert, den Energieausweis zu aktualisieren.

Modernisierung in der Praxis

Gemeinsam mit einigen Experten hat die Wüstenrot Immobilien GmbH beispielhaft die wirtschaftlichen Auswirkungen bei zwei Gebäudearten vor und nach einer Modernisierung untersucht. Ein Einfamilienhaus, Baujahr 1959, wurde dabei nach dem KFW-Standard 85 im Wert von 110.000€ modernisiert. Die Restnutzungsdauer hat sich dabei auf 30 Jahre mehr als verdoppelt. Der Gebäudezeitwert stieg von 54.000€ auf 134.000€. Der Bodenwert blieb mit 168.000€ unverändert. Unter Berücksichtigung des örtlichen Immobilienmarktes wurde ein konservativer Marktpreis von 362.000€ ermittelt, also 162.000€ höher als vor den Maßnahmen. Aus energetischer Sicht werden zudem ca. 2.000€ Heizkosten im Jahr eingespart.

Ein weiteres Objekt aus dem Jahre 1972, bestehend aus zwei Einheiten mit jeweils 30 Eigentumswohnungen wird für ca. eine Million Euro saniert. Dabei müssen rund 800.000€ über eine Sonderumlage finanziert werden. Dies entspricht eine Belastung pro Wohnung von ca. 26.000€. Die Modernisierungsmaßnahmen lassen die Miete auf Basis des örtlichen Mietspiegels um rund 21% steigen und die monatlichen Bewirtschaftungskosten sinken von 20% auf 18%. Eine Verlängerung der Restnutzungsdauer von 20 auf 45 Jahren und eine Steigerung des Verkehrswertes der Wohnanlage von 2,4 Millionen Euro auf 3,9 Millionen Euro spiegeln den positiven Effekt der Sanierung wider. Der Sonderumlage von rund 26.000€ pro Wohneinheit steht dementsprechend ein Wertanstieg von 50.000€ gegenüber.

Zusammenfassung

Die Praxis zeigt, dass eine gut geplante Modernisierung, gestützt von Experten, in wirtschaftlicher Hinsicht eine gute Maßnahme sein kann. Zudem stellt die KFW-Bank Zuschüsse und Kredite mit niedrigen Zinsen zur Verfügung. Wenn auch Sie über Modernisierungsmaßnahmen nachdenken, zögern Sie nicht und kontaktieren Sie Experten. Gerne sind wir Ihnen auch bei der Suche nach den richtigen Ansprechpartnern behilflich. Unser Netzwerk verfügt über Architekten, Bauingenieuren, Baufirmen und viele weitere.  

Quelle: Wüstenrot Immobilien

2018-08-01T07:41:45+00:00